Herbert Max Uhlig

Ehrenbuerger Herbert Uhlig webAm 23. Februar 1926 wurde Herr Herbert Max Uhlig als Sohn des Strumpfwirkerehepaares Max und Meta Uhlig, geb. Wetzel geboren. Seine Eltern wohnten in seiner Kindheit und Jugendzeit in einer Mietwohnung am Andreasberg.

Von 1932 bis 1940 besuchte er die Volksschule zu Gornsdorf und erlernte danach wie sein Vater bei der Firma G.H.Nebel den Beruf des Strumpfwirkers.

Da 1939 der II. Weltkrieg begann, war seine Jugend durch die Kriegszeit geprägt und auch Einschränkungen unterworfen. Im Dezember 1943 wurde er als 17-jähriger zum Reichsarbeitsdienst eingezogen. Diese RAD-Einheit wurde bereits im Januar 1944 nach Holland verlegt. Es begann die Ausbildung als Flaksoldaten. Ende 1944 wurde die Batterie nach Leipzig umgesetzt. Kurze Zeit danach kamen sie nach Schwedt an der Oder zum Erdeinsatz als Artillerieeinheit. Für ihn endete der Krieg nach einem Rückzug in Richtung West mit der Gefangennahme durch die Amerikaner.

Im April 1946 kehrte Herr Herbert Uhlig in die Heimat zurück und fand bei der Firma G.H.Nebel wieder Arbeit als Strumpfwirker.
Durch den Aufbau eines neuen Schulsystems wurden Lehrer gesucht. Im Oktober 1949 bewarb er sich und begann in Gornsdorf die Ausbildung in diesem pädagogischen Beruf.
Durch stete Weiterbildung unterrichtete er bis zum Ende seiner 40-jährigen Tätigkeit im Jahre 1990 vorwiegend im Fach Biologie.
Seit 1953 war er zudem als Stellvertretender Direktor verantwortlich für die gesamte Schulorganisation.

Seit 1955 war Herr Uhlig ununterbrochen im Deutschen Roten Kreuz tätig. Viele Jahre fungierte er als Vorsitzender der Grundorganisation Gornsdorf und als Ausbilder für Erste Hilfe, auch über die örtliche Ebene hinaus. Für diese jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit wurde er 2006 mit der Ehrenurkunde des Landesverbandes Sachsen des DRK ausgezeichnet.

Ein zweiter Bereich gehörte zu seiner ehrenamtlichen Arbeit. 1963 begann Herr Uhlig die Chronik des DRK Gornsdorf zu schreiben und Zeitdokumente als Belege zu sammeln. Auf Bitten des Ortschronisten bezog er ab 1970 die Geschichte der Gornsdorfer Schule in seine chronikalische Arbeit mit ein. Ab 1984 übernahm er vom verstorbenen Chronisten dessen Funktion. Unter seiner Leitung schuf eine kleine Arbeitsgemeinschaft eine Broschürenreihe zur Gornsdorfer Geschichte. Als Abschluss erarbeitete er 2007 bis 2008 ein Buch mit dem Titel „Gornsdorf – Einst und Jetzt“. Über Jahrzehnte trug er Zeitdokumente des Ortes zusammen.

Herrn Herbert Uhlig wurde für seine ehrenamtliche Arbeit zum Wohle unserer Gemeinde am 21.April 2008 die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Gornsdorf verliehen.